Liebe Frauen,

 

ein HERZLICHES WILLKOMMEN auf der "Frauendialog"-Seite, die Abonnentinnen digital unterstützen wird. Ich überarbeite sie regelmäßig, so dass es sich lohnt ab und zu mal vorbeizuschauen.

 

Bei Fragen, Wünschen oder Ergänzungen bitte Info an

Claudia Oestreich

Telefon: +49 6349 928220   

post@cosa-akademie.de

 

Im Frauendialog will ich neben persönlichen Themen auch die Gewaltfreie Kommunikation (GFK) nach Rosenberg besprechen und üben - ich nenne sie "Empathische Kommunikation". Somit ist gewährleistet, dass jede Frau im Frauendialog durch neues Wissen Zusatznutzen haben wird.

 

Also, viel Spaß und gute Erkenntnisse.

Lebenszug

 

Glückszug.pdf
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Familienkonferenz

 

Sie haben ein Thema, dass Sie mit Ihren Lieben besprechen möchten. Hier ein paar Schritte, die dabei unterstützen könnten:

 

  1. Vereinbaren Sie einen Termin mit Allen und sagen Sie nur, dass Sie etwas Wichtiges besprechen möchten.
  2. Am Tag der Familienkonferenz tragen Sie Ihr Anliegen vor
  3. Jeder darf der Reihe nach darüber etwas sagen - die Anderen hören nur zu oder stellen lediglich Verständnisfragen.
  4. Wenn jede/r gehört wurde, wird eine gemeinsame Lösung für das ursprüngliche Anliegen erarbeitet.
  5. Es wird ein Maßnahmenplan schriftlich erstellt, der von allen unterschrieben werden sollte.
  6. Nach einer gewissen Zeit und vor allem regelmäßig werden die Maßnahmen überprüft bis das Thema gelöst wurde.

Unterstützen kann nach Punkt 2: Verteilen ein Blatt Papier/Moderationskarten auf denen Begriffe stehen, zu denen jeder etwas sagen kann und die zu Ihrem persönlichen Anliegen. Zum Beispiel:

  • Ich habe folgende Bedürfnisse
  • Das sind meine Gefühle
  • Ich wünsche mir

Dadurch erfahren Sie viel von Ihren Lieben und finden Lösungen, die alle mittragen und die Sie nie alleine hätten gefunden hätten. Viel Erfolg.

Empathische Kommunikation

 

Folgende Verhaltensweisen erschweren die empathische Verbindung und Unterstützung.

Bewertungen (positiv oder negativ, verbal oder nonverbal)
Bewertungen führen häufig zu einer Verschlechterung des empathischen Kontakts. Dabei geht es nicht darum, dass Sie keine Bewertungen über das Gehörte haben dürfen - das geht gar nicht. Wichtig ist vielmehr, dass Sie Ihre Bewertung bewusst wahrnehmen und sie "parken" können, statt sie unkotrolliert auszuagieren (verbal oder nonverbal). 

Vergleiche (mit dem Verhalten oder Eigenschaften anderer Menschen)
Vergleiche sind eine spezielle Form der Bewertung, aber da sie oft nicht als solche erkannt werden, führe ich sie extra auf. Vergleiche führen natürlich vom Gegenüber weg und erschweren daher die Empathie.

Analysen und Interpretationen („Eigentlich willst Du...“, „therapeutische“ Umdeutung)
Analysen und Interpretationen sind weitere Formen der Bewertung. Sie haben natürlich in einem Beratungsgespräch eine Funktion, hier geht es aber darum, sie von einer empathischen Reaktion zu unterscheiden. 

Beratung („Du könntest/solltest/müsstest ...“)
Dass die Beratung keine Empathie ist, ist klar. Die Beratung folgt meist nach der Analyse und Interpretation. Auch sie hat natürlich eine wichtige Funktion. Hier geht es darum, sie erst einmal von der Empathie zu unterscheiden.

Eigene Geschichten erzählen („Ich habe das so gemacht...“)
Wenn Sie eigene Geschichten erzählen, sind Sie bei sich, nicht beim anderen - eigentlich klar, dass dies keine Empathie ist.

Aus Eigeninteresse (Neugier) Informationen abfragen
Die allermeisten Fragen zur Geschichte oder nach Details führen nicht zur Vertiefung der Empathie, sondern dienen nur Ihrer Neugier oder Ihrem Verstehen. Für Empathie auf der emotionalen Ebene brauchen Sie wenig bis gar kein intellektuelles Verstehen. Daher sind die meisten Geschichten und viele Informationen nicht notwendig. 

Sympathisierung („Das kenne ich! Das ist wirklich schlimm...“)
Die Unterscheidung von Sympathie und Empathie fällt erfahrungsgemäß schwerer. Vielleicht auch, weil sich Sympathie sehr angenehm anfühlt. Sympathie ist aber auch eine Form der Bewertung. Sympathie bedeutet, man stimmt in der Bewertung mit dem anderen überein. 

Ablehnen der Verantwortlichkeit für die eigenen Bedürfnisse / Handlungen
Sich zurückziehen auf Gesetze, Pflichten etc. (Aussagen wie "Ich darf nicht...", "Ich muss..." u.ä.")
Die Empathie im Rosenberg-Modell will Bewusstsein und Selbstverantwortung unterstützen. Daher sollte jede Verstärkung oder nicht-verantwortliche Ausdrücke vermieden werden. Jede Entscheidung wird aufgrund von Bedürfnissen getroffen, für die man die Verantwortung übernehmen kann (auch wenn es eine unbewusste Entscheidung war).

 

>>> Selbstreflexion zu dieser Lektion <<<

Formulieren Sie auf folgende Aussagen oder Situationen eine empathische Reaktion.
1. Ein Freund ruft Sie an und erzählt aufgewühlt, dass er wahrscheinlich seinen Arbeitsplatz verlieren wird.
Sie sagen: ?
2. Ihr/e Partner/in ist genervt, weil Sie zu spät zu einem verabredeten Treffen gekommen sind.
Sie sagen: ?
3. Ihr/e Kollegin kommt genervt ins Büro, weil sie mit ihrer Arbeit nicht hinterher kommt.
Sie sagen: ?

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